Inhalt tools 4 music Ausgabe 1 / 2010 * Februar / März +++ ab 5. Februar im Handel

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News

| 05.02.2010 |

Lautenklavier

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Das Lautenklavier bzw. „Lautenwerck“ (Foto: Andreas E. Beurmann)

Die Edition Beurmann bekommt einen Neuzugang: Mit der „German Lute-Harpsichord“-Library gelangt durch das „Lautenwerck“ eine besondere Tasteninstrumentengattung in den Sampler. Das Instrument aus dem 18. Jahrhundert zählte zu den Lieblingsinstrumenten Johann Sebastian Bachs, der einige Werke speziell für das Lautenklavier komponierte.
Trotz der immerhin 50 Lautenklavierbauer in Deutschland ist weltweit ist kein einziges der Instrumente mehr erhalten. Mit den Instrumenten ging auch das Wissen um deren Existenz verloren, die erst vor wenigen Jahrzehnten wiederentdeckt wurde. Nach und nach tauchten Aufzeichnungen der früheren Erbauer auf. Für seine Sammlung ließ Professor Andreas E. Beurmann ein Exemplar anfertigen. „Seinerzeit wollte man den sanften, intimen Klang der Laute auf einem Tasteninstrument imitieren. Das Instrument ist daher mit Darmsaiten bespannt und die Saiten sind – wie bei einer Laute – direkt am Steg mit Umschlingung geknüpft,“ so Professor Beurmann. Das Lautenklavier bot Im Zeitalter von Cembali und Spinetten eine warme, umschmeichelnde und dennoch definierte Klangfarbe. Im Gegensatz zur Laute begeistert es durch seinen gleichmäßigen Anschlag und durch das dezente Ausklingen aller Noten, bedingt durch das Fehlen von Dämpfern. Dadurch ergibt sich ein sehr räumlicher, tragender und dabei dennoch transparenter Klang. Wie auch Cembali und Spinette ist das Lautenklavier nicht anschlagdynamisch, jedoch ändern sich auch hier bei jedem Anschlag kleinste Nuancen des Klangs. Damit die reiche Klangvielfalt des Instruments auch im Sampler zur Geltung kommt, wurde jeder Ton chromatisch 8-fach gesampelt, um dem Instrument seine natürliche Geschmeidigkeit und Lebendigkeit zu erhalten. Die Releasegeräusche jeder Taste in vier Variationen vervollständigen das Klangerlebnis.

Aufgenommen in den einmaligen Räumen des Herrenhauses Hasselburg wurde das Piano in 192 kHz / 24 Bit-Auflösung mit Neumann TLM-170 Großmembranmikrofonen über Crane Song-Preamps und Universal Audio-Wandler. Das Set besteht aus insgesamt knapp 700 Einzelsamples und ist kompatibel zu vielen gängigen Sample-Formaten. Die Sample-Library ist in den Auflösungen 44.1 / 48 kHz, 88.2 / 96 kHz und 176.4 / 192 kHz in drei Preisstaffelungen ab 119,95 Euro auf DVD direkt bei realsamples erhältlich. Zusätzlich enthält die Library eine historische Erläuterung zum Instrument von Professor Beurmann.

Hintergrund
Professor Andreas E. Beurmann, geboren 1928, war Mitbegründer der Plattenfirma Miller International 1961, aus der kurze Zeit später das Hörspiellabel Europa entsprang. Bereits zu dieser Zeit fing Beurmann mit dem Aufbau seiner historischen Instrumentensammlung an, die heute zu den bedeutendsten weltweit zählt. Teile seiner Sammlung sind im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg ausgestellt.
Durch die Zusammenarbeit von Beurmann und realsamples werden die einmaligen Instrumente sowohl im Museum in Hamburg, wo ein „GigaStudio“-System installiert wird, als auch im eigenen Sampler mit den realsamples-Libraries spielbar.

Für weitere Informationen siehe realsamples-Homepage: www.realsamples.de

Informationen zur Ausstellung im Museum Kunst und Gewerbe in Hamburg:
www.mkg-hamburg.de/mkg.php/de/sammlungen/musikinstrumente/

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