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Tascam TA-1VP: Perfekt intoniert?

Die Vorgeschichte des Tascam TA-1VP beginnt in den 1990er Jahren. Im Zuge der immer schneller werdenden Computer wurde in jener Zeit ein Effekt ganz besonders oft verwendet: die Tonhöhenkorrektur. So manches Artefakt, das sich mit diesen Algorithmen erzeugen ließ, sorgte jedoch für bis dahin „unerhörte Gesangseffekte“. Einer davon wurde unter anderem als Cher-Effekt bekannt. Da Musik auch live dargeboten wird (vielleicht mit Ausnahme von Milli Vanilli, die Redaktion), gab es schon früh eine Nachfrage nach entsprechenden Geräten, die diesen und ähnliche Effekte bühnentauglich machen.

 

Den Tascam TA-1VP nur auf Auto-Tune reduzieren zu wollen, wäre falsch, denn es handelt sich bei ihm um einen komplett ausgestatteten Vocal Processor mit Vorstufe, Kompressor, Deesser, EQ und eben auch Effekten wie Mic Modelling, Auto-Tune und Double Tracking. Das Gerät ist bereits einige Jahre auf dem Markt (genau genommen seit 2011, die Redaktion), aber nach wie vor aktuell – besonders in der Live-Anwendung. Es kann entweder als Insert-Effekt in den Kanalzug eines Mischpults integriert werden oder durch den Anschluss eines Mikrofons direkt am Tascam TA-1VP autark arbeiten. Dazu stehen auf der Frontplatte ein XLR-Anschluss und auf der Rückseite Klinkenbuchsen (Line In, Main Out, Double Track Out) zur Verfügung. Seinem Einsatzbereich gemäß arbeitet der Tascam TA-1VP monofon. Für die Live-Steuerung des Geräts bietet der Tascam TA-1VP einen MIDI-Ein-/Ausgang, sodass Programme und zahlreiche Parameter ferngesteuert werden können. Außerdem steht ein Fußschalteranschluss zur Verfügung. Aus heutiger Sicht eine Rarität ist der S/PDIF Digitalausgang. Ein externes 12 Volt Netzteil versorgt den Vocal Processor mit Strom.